Zero Day Exploit
Ein Zero Day Exploit nutzt eine Sicherheitslücke aus, die dem Hersteller noch nicht bekannt ist oder für die noch kein Patch bereitsteht. Die Bezeichnung verweist darauf, dass zwischen Bekanntwerden der Schwachstelle und dem ersten Angriff keine Zeit für Gegenmaßnahmen bleibt. Betroffen sind Betriebssysteme, Browser, VPN-Gateways, Firewalls, Hypervisoren und Anwendungssoftware. Da klassische signaturbasierte Erkennung bei unbekannten Lücken nicht greift, gewinnen Verhaltensanalyse, Anomalieerkennung, Endpoint Detection and Response und Netzwerksegmentierung an Bedeutung. Ergänzend wirken Rechtebeschränkung, Härtung der Systeme, Abschaltung nicht benötigter Dienste und eine reduzierte Angriffsfläche nach außen. Sobald ein Patch verfügbar ist, entscheidet die Geschwindigkeit der Einspielung über das verbleibende Risiko, weshalb ein geregeltes Patch-Management und ein geprobter Notfallplan erforderlich sind.